Vegane Lebensweise

Eden Project

Eine Betrachtung

Die Erde ist ein Erfahrungsfeld für uns Menschen und dieses Erfahrungsfeld bietet uns unendlich viele Möglichkeiten des Ausdrucks und des Erlebens.  Ein wesentliches Element spielt dabei die Polarität. Erst dadurch haben wir die Möglichkeit Erfahrungen in den unterschiedlichsten Facetten zu machen. Wir erleben Tag und Nacht, Kälte und Wärme, Geburt und Tod, Liebe und Hass, Krieg und Frieden, Gesundheit und Krankheit, Geborgenheit und Heimatlosigkeit, Gier und Einfachheit, Hunger und Sattheit. Die Bandbreite scheint unendlich zu sein.

Dabei werden wir immer wieder mit der Frage konfrontiert: „ Wo stehe ich im Leben?“ und „Wofür stehe ich im Leben?“ und „Was ist mir wirklich wichtig?“.

Wenn wir uns diesen Fragen zu wenden und sie nicht verdrängen beginnt ein Entwicklungsprozess in uns. Wir fangen an die Umstände in denen wir Leben aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und bekommen ein neues Bewusstsein für die Dinge, Situationen und Menschen die uns im Alltag begegnen.

Um uns jedoch nicht in neuen Ideologien zu verfangen, oder uns lediglich von dem einen Pol zum anderen Pol, sprich von einem Extrem auf das andere Extrem zu zubewegen, ist dabei ein Merkmal ganz besonders wichtig: die Toleranz.

Nun ist dieses Wort so einfach dahin geschrieben, aber was bedeutet es denn wirklich eine Sache, eine Situation oder einen Menschen und dessen Sichtweise zu tolerieren?

Zähne zusammen beißen und ertragen, weg schauen, ignorieren, ein Auge zudrücken, Schwamm- drüber-Methode, verdrängen, so weiter gewähren lassen?

Das alles sind vielgenutzte, aber wenig wirksame Varianten, die bisweilen vorübergehend helfen mögen, aber letztendlich nicht wirklich Toleranz ausdrücken, sondern ein: „Irgendwie miteinander auskommen (müssen)“.

Um Toleranz wirklich zu Leben ist ein weiteres, wichtiges Merkmal erforderlich:

Fahrrad Knochenmann

Sich unabhängig machen von Bewertung

Zugegeben, ein etwas provokantes Bild. Aber nicht minder provokativ an unserem Verstand ist die Herausforderung sich von Bewertung frei zu machen.

Wie soll das überhaupt gehen?

Mich-nackig-machen bis auf die Knochen und den Blick wertfrei auf die Blumen richten?   –  So ungefähr, ja.  –  Natürlich nur im übertragenem Sinne.

Nehmen wir das Bild als Beispiel:

„Das Bild ergänzt den Text“.  –  Das ist eine einfache sachliche Aussage.

„Nur ein Depp findet dieses Bild schön“.  –  Das ist eine Aussage, in der eine  emotionale Bewertung liegt. In diesem Fall wird die Person, die dieses Bild schön findet, verunglimpft.

„Nur ein wirkliches Genie erkennt den Wert des künstlerisch kreativen Arrangements im Bild“.   –  Das ist eine Aussage, in der gleich mehrere Bewertungen liegen.

So einfach – so schwer.

Eine Bewertung kann sowohl einen positiven, als auch einen negativen Charakter haben und uns entsprechend manipulieren, wobei wir bei der positiven Bewertung gerne ein Auge zu drücken.

Wir können uns in unserem alltäglichen Leben der Bewertung nicht entziehen, sie ist ein Teil der Polarität, aber wir können sie mit achtsamer Übung immer besser erkennen und durchschauen, uns davon unabhängig machen und so in unserem inneren Gleichgewicht bleiben.

Möwe

Was hat diese Betrachtung mit der veganen Lebensweise zu tun?

Aus der Vogelperspektive besehen hat diese Betrachtung Allgemeingültigkeit für alle Menschen und bildet einen Grundstein für ein gelungenes Miteinander.

Und was bedeutet es für mich speziell als Veganerin und für meine Familie?

Gelebte Toleranz bedeutet für mich in meinem Alltag für mich selbst vegan zu kochen und für meine Familie, die Mischköstler sind, auf ihre Wünsche einzugehen und ihnen auch ein Schnitzel zu braten.

Umgedreht bedeutet es, dass meine Familie nun auch vegane Gerichte für sich entdeckt hat, die ihnen schmecken und sie auf diese Weise weniger Fleisch, Milch, Käse und Eier als früher essen.

Unser Speiseplan hat sich verändert. Wir essen abwechslungsreicher, gesünder und haben inzwischen eine breite Palette an Gerichten die wir gemeinsam lieben.

Wir respektieren unsere unterschiedlichen Sichtweisen und stellen diese nicht wertend über die des anderen. Das ist eine gute Basis für ein harmonisches Familienleben und um gegenseitige Entwicklung zu fördern und zu ermöglichen.

Ich möchte jeden Mut machen das selbst auszuprobieren.

In meinen Kochkursen biete ich Ihnen die Möglichkeit gemeinsam mit anderen Teilnehmern die Geschmacksvielfalt der veganen Küche zu entdecken. Sie können sich über Alternativen für Fleisch, Milch, Eier und Käse informieren und gleich probieren. So finden sie leichter Ihre persönlichen Favoriten und sparen Geld.

Jeder ist bei mir herzlich Willkommen.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Rufen Sie mich an, oder schreiben Sie mir, ich teile Ihnen gerne die aktuellen Kurstermine mit